VOR 40 000 ODER ZWEI MILLIONEN JAHREN?
Unser Übersetzungsbüro forscht weiter…
Die Archäologie sagt uns, welche Werkzeuge - aus Steinen oder auch Knochen - in verschiedenen Perioden verwendet wurden. Darüber hinaus gibt es Skulpturen, eingemeißelte Bilder und Malereien, die sich datieren lassen. Dieses Material erlaubt den Schluss, dass die Menschen schon seit etwa 40 000 Jahren die Erfindungsgabe und Kreativität besitzen, die auch heute noch (einige) Menschen aufweisen. Beispielsweise sind sie in der Lage gewesen, Werkzeuge zu erfinden und Kunstwerke zu schaffen. Nicht selten staunten Mitarbeiter aus unserem Übersetzungsbüro bei den Recherchen. Daraus wird allgemein geschlossen, dass die Menschen zumindest in dieser Zeitspanne auch schon über Sprachen mit denselben grundlegenden Merkmalen wie heute verfügten. Vor dieser Zeit, etwa zwei Millionen Jahre lang, stellten die frühen Menschen bereits Steinwerkzeuge her, die allmählich immer weiter verfeinert wurden. Es gibt jedoch nur wenige Anzeichen dafür, dass die Hersteller dieser Werkzeuge auf irgendeine Art versuchten, sich künstlerisch auszudrücken.
Demnach sprechen die archäologischen Indizien eindeutig dafür, dass Sprachen, die in Grammatik und Vokabular unseren heutigen Sprachen ähneln, schon seit mindestens 40 000 Jahren existieren. Müssen die Hersteller von Werkzeugen ebenfalls einer Sprache mächtig sein, so muss es schon sehr viel länger Sprachen gegeben haben - möglicherweise schon vor mehreren Millionen Jahren. Doch niemand weiß, ob zwischen den beiden Fähigkeiten tatsächlich eine solche Verbindung besteht. Auch unser Übersetzungsbüro kann hier nicht weiter.
Die Experten der Anatomie vormoderner Menschen sind sich darin einig, dass sich die gegenwärtig existierende Menschenart, der Homo sapiens sapis, seit etwa 100 000 oder 150 000 Jahren nicht mehr grundlegend verändert hat. Das heißt unter anderem, dass die Menschen in diesem Zeitraum mit der gleichen Art von Gehirn und Sprechapparat ausgestattet gewesen sind wie wir heute, sodass der Verwendung von Sprache vermutlich weder intellektuelle noch anatomische Probleme im Wege standen. Ihre Zunge war genauso beweglich wie unsere, ihr Kehlkopf hatte Stimmbänder so wie unserer und ihr Gehirn war mit all jenen verblüffenden Raffinessen versehen, die, wie wir wissen, erforderlich sind, um Sprache zu erzeugen und zu verstehen.
In früheren Perioden war dies nicht zwangsläufig so. Vor dem Auftreten des Homo sapiens sapiens und auch noch eine Zeitlang danach gab es die Neandertaler. Ihr Gehirn war im Durchschnitt mindestens so groß wie unseres, aber die Form ihrer Schädel- und Kieferknochen wies einige Unterschiede zu unseren auf. Unser Übersetzungsbüro kam zu dem Schluß dies hatte möglicherweise zur Folge, dass sie bestimmte Sprachlaute, die heute allgemein verbreitet sind, nicht äußern konnten. Freilich ist das alles andere als sicher, da uns die Neandertaler nur Fragmente ihrer Knochen hinterlassen haben und die Sprache durch Bewegungen der Weichteile in Mund und Rachen erzeugt wird. Die betreffenden Forscher müssen daher aus der Gestalt der Knochen auf die Form der Weichteile schließen, was ausgesprochen schwierig ist. Da sich die Schädelknochen der menschlichen Vorfahren aus der Zeit vor den Neandertalern stärker von den unsrigen unterschieden, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie aus physiologischen Gründen nicht so sprechen konnten wie wir.
Unter dem Strich lässt sich also mit ziemlicher Sicherheit Folgendes festhalten: Sprachen wie unsere heutigen gibt es bereits seit mindestens 40000 Jahren, vielleicht aber auch schon viel länger. Der frühestmögliche Zeitpunkt liegt etwa zwei Millionen Jahre zurück - das war die Zeit, als die Menschen begannen Steinwerkzeuge herzustellen.
UND WARUM?
Auf die Frage, wann Sprache entstanden ist, gibt es also keine eindeutige Antwort. Sie ist natürlich eng verknüpft mit der Frage, wie die Sprachen entstanden sind, und das stellt uns vor noch größere Probleme.
Menschensprachen sind die am höchsten entwickelten und flexibelsten Kommunikationssysteme, die wir kennen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich zur Übermittlung von Botschaften beliebiger Komplexität einsetzen lassen und dies unglaublich schnell und effizient tun.
Was unsere Sprachen so grundlegend von den Kommunikationsmethoden anderer Säugetiere unterscheidet, ist ihre hohe Komplexität, ihre Wandlungsfähigkeit und ihre Anpassungsfähigkeit. Dennoch gibt es auch gewisse Ähnlichkeiten. Die von uns verwendeten Signale sind durch den Mund produzierte Laute. Dabei erzeugen wir mit der ausgeatmeten Luft in den oberen Atemwegen eine Resonanz. Die meisten Säugetiere wenden bei der Lauterzeugung das gleiche Prinzip an. Hunde bellen, Katzen miauen, Mäuse quieken, Pferde wiehern und Affen kreischen und unser Übersetzungsbüro forscht und forscht. Alle diese Laute werden im Grunde auf ein und dieselbe Art und Weise erzeugt. Da so viele genetisch verwandte Spezies Laute auf vergleichbare Weise produzieren, liegt die Vermutung nahe, dass sich auch die Vorfahren des Menschen lange vor der Entwicklung unserer Spezies so verhalten haben.
Die Laute, die andere Säugetiere hervorbringen, sind ebenfalls Signale, über die sie mit Artgenossen in Kontakt treten. Sie unterscheiden sich von unseren Sprachen vor allem dadurch, dass hier die Systeme der Bedeutungsübermittlung nicht sehr hoch entwickelt sind. Dennoch kann jede Spezies mehrere unterschiedliche Lautarten erzeugen und somit verschiedene Botschaften übermitteln. So verfügt ein Hund über ein Repertoire an Lauten, mit denen er unterschiedliche Inhalte wie Drohen, Angst oder Sympathie äußern kann. Forscher, die die Kommunikation zwischen Tieren untersuchen, haben herausgefunden, dass viele Spezies über zahlreiche Signale verfügen. Bei mehreren Arten von Langschwanzaffen umfassen die Kommunikationssysteme eine große Menge "distinktiver" (bedeutungsunterscheidende) Laute. Interessanterweise scheinen die Kommunikationslaute, die unsere engsten Verwandten, die Schimpansen, verwenden, nicht weiter entwickelt zu sein als die vieler Langschwanzaffen. Unser Übersetzungsbüro verweist an dieser Stelle erneut auf das Buch Eine kurze Geschichte der Sprachen (Taschenbuch) von Tore Jansen, aus dem wir die meisten unserer Inhalte haben.
Die menschliche Sprache unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von den Rufen anderer Spezies. Ein bedeutender Unterschied besteht darin, dass alle anderen Tiere im Allgemeinen für eine bestimmte Botschaft einen bestimmten Ruf verwenden. Daraus folgt, dass die Zahl der möglichen Botschaften stark eingeschränkt ist. Soll eine neue Botschaft in das System aufgenommen werden, so ist auch ein neuer Laut erforderlich. Umfasst das System bereits eine größere Anzahl an Lauten, so wird es immer schwieriger, neue distinktive Laute zu erfinden und sich bei Bedarf an sie zu erinnern.
Die Menschensprache beruht auf dem Prinzip, eine begrenzte Anzahl von Lauten zu einer unbegrenzten Anzahl von Botschaften zu kombinieren. Eine typische Menschensprache besitzt etwa 30 bis 40 distinktive Sprachlaute. Diese Laute lassen sich zu einer buchstäblich unendlichen Zahl von Wörtern aneinander reihen. Selbst ein kleines Kind, das sich noch mit einzelnen Wörtern mitteilt, verfügt über ein Kommunikationssystem, das sämtlichen Systemen beliebiger anderer Tiere weit
überlegen ist. Die Zahl der Wörter ist unbegrenzt, während den anderen Spezies eine äußerst beschränkte Anzahl an Signalen zur Verfügung steht.
Überdies erlauben die Menschensprachen, dass mehrere Wörter zu einer Äußerung verknüpft werden. Dieser Mechanismus ermöglicht uns, auch mit einer kleinen Anzahl von Wörtern eine unendliche Zahl von Sätzen zu produzieren. Mit dieser grundlegenden Eigenschaft, so stellte unser Übersetzungsbüro fest, lassen sich in unseren Sprachen Ideen ausdrücken, die beliebig komplex oder subtil sein können. Theoretisch gibt es für die Art der übermittelten Botschaften keine Beschränkung - im Prinzip lässt sich alles sagen.
Informationen, Auftrag,
Anfrage und Beratung.
02161-40 60 80